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Künstler und Dozenten 2012
FRÉDÉRICK
HAAS (Konzert I, Meisterkurs) begeisterte sich bereits als Kind
für das Cembalo. Er ließ sich bei mehreren Professoren ausbilden, absolvierte
Solistenstudien am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam sowie am Conservatoire
Royal in Brüssel und schloss ein Studium der Musikwissenschaft an der Sorbonne
ab.
Er studierte außerdem Orgel bei André Isoir. Mit Neugierde besuchte er eine
Bauwerkstätte für Cembali und lernte das Instrument gründlich kennen. Er
beschäftigte sich mit der Stimm- und Regulierungstechnik und mit der Kunst, das
Klangpotential eines Cembalos voll auszuschöpfen. Er bekam die Möglichkeit, auf
einigen der schönsten historischen Instrumente zu musizieren, was sein
Klangideal prägte. Frédérick Haas tritt sowohl solistisch als auch als musikalischer
Leiter des Ensembles Ausonia, das er gegründet hat und wofür er vielseitige
Originalprogramme konzipiert, auf. Er ist bei europaweit bedeutenden
Musikfesten und –reihen zu hören. Für das Label Calliope spielte er umjubelte
CDs ein: die Suiten von J. H. d' Anglebert, das Gesamtwerk für Cembalo von
Rameau, die Englischen Suiten von J.S. Bach sowie 21 Sonaten von Scarlatti.
2007 erschien bei den "Editions d'Ambronay" das Gesamtwerk von J.S.
Bach für Violine (Mira Glodeanu) und obligates Cembalo.
Mit der Gesamtaufnahme
der Werke von Couperin beim Alpha Label erweist sich einmal mehr als einer der
großen Cembalisten unserer Zeit.
SONJA KEMNITZER
(Konzert II)
hat sich durch ihr frisches,
intelligentes und vielseitiges
Cembalospiel in der jungen Szene der Alten
Musik
einen Namen gemacht. Als Solistin,
Kammermusikpartnerin und Continuospielerin
ist sie sehr gefragt. Sie studierte zunächst
Blockflöte und Klavier. Ihr darauf
folgendes Cembalostudium absolvierte sie mit Auszeichnung. Zu ihren
Professoren
zählen Michael Schneider, Han Tol, Ketil Haugsand und Christoph
Rousset. 1996
wurde sie als Interpretin von der Gesellschaft für Neue Musik in
Frankfurt/M.
ausgezeichnet. 2006 gewann sie beim internationalen Musikwettbewerb TIM
in Rom
den 2. Preis. Solistisch und mit ihren Ensembles konzertiert sie auf
Festivals
wie dem Oberstdorfer Musiksommer, Fränkischen Sommer oder den
Stockstädter
Musiktagen. Einladungen führten sie auf internationale
Konzertpodien in
Albanien, Japan, Estland und in den Libanon. Regelmäßig
spielt sie in
Barockorchestern wie Concerto con Anima und dem Main-Barock Orchester.
Beim
Internationalen Bach Wettbewerb in Leipzig und dem Telemann Wettbewerb
in
Magdeburg wirkt sie als Korrepetitorin. In der Spielzeit 2009 war sie
Cembalistin bei der Produktion der Händel Oper Semele am
Aalto-Theater in Essen
unter der musikalischen Leitung von Jos van Veldhoven. Seit 2006 ist
Sonja
Kemnitzer Lehrbeauftragte an der Musikhochschule in Detmold.
CLAUDIA KEMMERER (Konzert III) studierte Musikerziehung und Sologesang
an der Musikhochschule Würzburg und an der Hochschule des Saarlandes für Musik
und Theater; Aufbaustudium bei Yaron Windmüller, weitere Studien bei Brigitta
Seidler-Winkler, zahlreiche Meisterkurse (Barbara Schlick, Maria Christina
Kiehr, Kurt Widmer u. a.), Barockgestik (Sharon Weller). Sie arbeitet
vorwiegend in den Bereichen Alte und Neue Musik (Musik im 21. Jahrhundert,
Festival des Saarländischen Rundfunks), sang im Solistenensemble des Stuttgarter
Kammerchores und war einige Jahre Mitglied im Chor des Saarländischen
Staatstheaters. Als Mitglied des Barockensembles pazzaCaglia realisierte sie
mehrere (teilweise sparten- und epochenüberschreitende)
Musiktheaterproduktionen.
MECHTHILD BLAUMER (Konzert III) wurde in München geboren und studierte
Violine in Wien bei Günter Pichler und Gerhard Schulz vom Alban Berg Quartett.
Mit Meisterkursen in historischer Aufführungspraxis und Barockvioline rundete
sie ihre Studien ab. 1996 gründete sie das Via Nova Consort, das sie seitdem
leitet. Sie ist Dozentin für historische Aufführungspraxis an der Hochschule
für Musik Saar sowie Vorstandsmitglied der Akademie für Alte Musik im Saarland.
Rege Konzerttätigkeit, u. a.: Balthasar-Neumann-Ensemble (Thomas Hengelbrock),
Concerto Köln, Le Concert Lorrain, Hassler Consort, Symphonieorchester des
Saarländischen Rundfunks, Münchner Kammerorchester, Bremer Kammerphilharmonie,
Oper Frankfurt (Barockopernproduktionen).
LUTZ GILMANN (Konzert III) studierte zunächst Klavier bei Bernd
Glemser sowie Schulmusik und Germanistik in Saarbrücken und später Cembalo bei
Gerald Hambitzer. Neben einer regen Konzerttätigkeit, auch als Ensembleleiter
und Begleiter,
gastiert er regelmäßig an Theater und Rundfunk. Seit 1999 ist er
Dozent für Cembalo/historische Tasteninstrumente, Generalbass und Korrepetition
an der Hochschule für Musik Saar. Dort leitete er u. a. 2008 Händels Serse sowie Guerrieri et Amorosi (Madrigale und Kantaten um KRIEGer und
VerLIEBtE von Monteverdi, Carissimi u. a.) und 2009 The Triumph of Humour – Le Triomphe de l’HumourDunkel wird
Licht (Passions- und Oster-Zyklus mit Alter und Neuer Musik) das variabel
besetzte Ensemble la rosa dei venti.(Barockfest mit
Originalchoreographien auf Musik von Purcell, Lully, Marais u. a.). 2010
gründete er anlässlich von Dunkel wird Licht (Passions- und Oster-Zyklus mit Alter
und Neuer Musik)
MARTA DOTKUS (Konzert IV), geboren in
Wroclaw/Polen, studierte in Warschau und an der Musikhochschule Köln in der
Klasse von Prof. Ketil Haugsand. Ihr Diplom erhielt sie mit Auszeichnung, das
Studium beendete sie 2006 mit dem Konzertexamen. Es folgte ein
Kammermusikstudium bei Christian Rieger an der Folkwang Hochschule in Essen.
Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse, die von renommierten Künstlern wie Pierre Hantai, Guido Morini,
Nicholas Parle und Marieke Spaans geleitet wurden. Marta Dotkus ist Finalistin
des Paola Bernardi Wettbewerbes in
Bologna 2007. Sie hat mit verschiedenen Ensembles wie L’arte del mondo,
Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein, Duisburger Philharmoniker, Folkwang
Kammerorchester und Capella Augustina zusammengearbeitet, mit Dirigenten wie
Andreas Spering, Werner Ehrhardt und Reinhard Goebel. Marta Dotkus gründete in
2008 das Ensemble FrameOut, mit dem Ziel sich von inzwischen eingefahrenen
Konventionen zu befreien und einen persönlicheren Zugang zu der Musik der
Barockzeit mit ihren so verschiedenen Facetten zu finden. Seit 2009 ist sie
Lehrbeauftragte an der Folkwang Universität der Künste.
KAROLA
PASQUAY (Konzert IV) ist
als Solistin im Bereich der Alten und Neuen Musik, sowie der Improvisation
tätig. Sie ist Gast auf internationalen
Festivals und reiste mit ihrem Ensemble für Neue und improvisierte Musik,
Partita Radicale, zu Konzerten nach Frankreich, Spanien, Rumänien, Norwegen und
bis nach China. Sie studierte an der Musikhochschule Köln Querflöte und Allgemeine
Musikerziehung (bei Prof. Zarius).
Es folgte ein privates Studium der
Barocktraverse bei Manfredo Zimmermann. Sie besuchte Meisterkurse u.a. bei
Barthold Keujken und Nancy Hadden.
LENNEPER
KAMMERORCHESTER
(Konzert IV) Im Lenneper Kammerorchester musizieren ambitionierte Laien-Musiker.
Das 1971 gegründete Streicherensemble ist bei der
Ev. Kirchengemeinde Lennep
beheimatet. Es widmet sich vornehmlich der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.
Seit 2001 wird es von den Kirchenmusikern Heidemarie und Markus Fritz geleitet.
MARKUS
FRITZ (Konzert IV), geboren
1969 bei Dresden, studierte an der Ev. Hochschule für Kirchenmusik in
Halle/Saale und legte dort das kirchenmusikalische A-Examen ab.
Seit 2001 ist
er als Kirchenmusiker in der Ev. Kirchengemeinde Lennep tätig.
Dort ist er hauptsächlich als Organist und Orchesterleiter
tätig. Er besuchte Meisterkurse bei Ton Koopmann,
Prof. Torsten Laux und Ewald Kooimann und konzertiert im In- und Ausland.
“IL GIARDINETTO DEL PARADISO” (Nachklang-Konzert I) wurde 2001
gegründet und spielt in der ständigen Besetzung Blockflöte, Laute, Viola da
gamba und Cembalo/Orgel. Das Repertoire des Ensembles reicht von der polyphonen
Musik der Renaissance bis zur virtuosen Musik des Hochbarock. Klare Präzision,
virtuose Glanzleistungen und lebendige Darstellung verschiedener Emotionen
lassen die Musik vergangener Jahrhunderte wieder lebendig werden. Das Ensemble
kann auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit versierten Gastsolisten
zurückblicken. “Il giardinetto del Paradiso” hat einen festen Platz in
beliebten Konzertreihen im In- und Ausland und arbeitet mit Labels in
Deutschland und Süd-Korea an CD-Produktionen.
Der Name „Il
giardinetto del Paradiso“ bedeutet „Paradiesgärtchen“
und ist von den beiden Bildern „Maria im Paradiesgarten“ und „Die
Muttergottes in der Rosenlaube“ Stephan Lochners (ca. 1400-1451) inspiriert. Darauf
sind Engel mit verschiedenen Instrumenten, unter anderem mit einer Laute,
dargestellt.
KAUNG-AE LEE (Nachklang-Konzert I) wurde in
Süd-Korea geboren. Sie studierte Cembalo bei Prof. Ketil Haugsand an der
Hochschule für Musik Köln. Ihr Diplom legte sie mit ausgezeichnetem Erfolg ab.
Es folgte ein Kammermusikstudium für Alte Musik bei Prof. Konrad Junghänel, das
sie mit dem Konzertexamen abschloss. Ihr solistisches Konzertexamen legte sie
an der Folkwang Hochschule Essen bei Prof. Christian Rieger ab. Kaung-Ae Lee spielte CD-Aufnahmen ein und
gewann einige Wettbewerbe, zuletzt den
„Kulturpreise der Stadt Heiligenhaus für Musikvermittlung“. Sie hat
bei verschiedenen Barockfestivals mitgewirkt und konzertiert als Solistin und
Continuospielerin im In- und Ausland. Seit 2007 ist sie Dozentin an der
Folkwang Hochschule Essen.
GUDRUN FUß (Nachklang-Konzert I) ist mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbes Jugend Musiziert. Sie studierte Viola da
gamba bei Prof. Heiner Spicker und am Koninklijk Conservatorium Brussel bei
Prof. Wieland Kuijken. Das Studium schloss sie mit dem Konzertdiplom
"Meester in Muziek" ab. Sie nahm an zahlreichen internationalen
Meisterkursen teil. Als Mitglied verschiedener Kammermusikensembles konzertiert
sie im In- und Ausland. Seit 1998 ist sie Dozentin für Viola da gamba an der
Hochschule für Musik Köln, Standort Wuppertal.
ZORRO ZIN (Nachklang-Konzert I) wurde in
Süd-Korea geboren. Er studierte Laute bei Yasunori Imamura an der
Musikhochschule Frankfurt am Main und bei Stephan Rath an der Folkwang
Hochschule Essen. Sein Kammermusikstudium für Alte Musik bei Prof. Konrad
Junghänel an der Hochschule für Musik Köln schloss er mit dem Konzertexamen ab.
Zorro Zin wirkte bei zahlreichen Opernproduktionen mit und konzertiert als
Solist und Continuospieler im In- und Ausland.
LÉON
BERBEN (Nachklang-Konzert
II) darf am Cembalo und an der Orgel als Meister seines Fachs gelten. Darüber
hinaus weisen ihn umfassende Kenntnisse in Musikgeschichte und historischer
Aufführungspraxis als einen der führenden Köpfe der jüngeren Generation der
»Alten Musik«-Szene aus. Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und
1770, wobei sein Hauptinteresse der deutschen Musik, den Virginalisten und Jan
Pieterszoon Sweelinck gilt. Ferner schrieb er als Co-Autor für die Enzyklopädie
Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Intensives Quellenstudium und
stete Forschungsarbeit verleihen der Interpretationskunst von Léon Berben einen
besonderen Rang. Seine Solo-CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali
wurden von der Fachpresse hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem
»Diapason d’Or«, dem »Choc« von Le Monde de la Musique und dem
Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik.
Léon Berben wurde 1970 in Heerlen (Niederlande) geboren und lebt in Köln. Er
studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag bei Rienk Jiskoot, Gustav
Leonhardt, Ton Koopman und Tini Mathot, und schloss sein Studium mit dem
Solistendiplom ab. Seit 2000 war Léon Berben als Cembalist bei Musica Antiqua
Köln (Reinhard Goebel) tätig. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa,
Nord- und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs für Deutsche
Grammophon/Archiv Produktion ein. Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006
verfolgt er eine ausgedehnte Solo-Karriere, die ihn auf renommierte
internationale Festivals führte. Er unterrichtet Historische Aufführungspraxis
an der Musikhochschule in Rostock.
ULRICH VAN
AAKEN (Workshop I und
II) Jahrgang 1951, begann nach Abschluss des Schulmusikstudiums eine Lehre im
Klavier- und Cembalobau bei der Fa. Piano Funk in Mönchengladbach. In den
darauffolgenden "Wanderjahren" vertiefte er seine Kenntnisse durch
die Arbeit in verschiedenen Klavierbaufirmen in Nord- und Westdeutschland. Nach
seiner Tätigkeit als Techniker und Konzertstimmer bei Steinway & Sons in
Berlin wechselte er zur Ausbildung von blinden Klavierstimmern in das
Berufsförderungswerk Veitshöchheim bei Würzburg, wo er heute als Fachlehrer
tätig ist. Daneben betreut er historische Tasteninstrumente der Musikhochschule
Würzburg, die Instrumente der bekannten Musikfestivals "Kissinger
Sommer" und "Würzburger Mozartfest" sowie zahlreicher
Musikinstitutionen und ist im unterfränkischen Raum bei Privatkunden ein
gefragter Klavierfachmann. Er ist durch zahlreiche Beiträge in der europäischen
Klavierbaufachzeitschrift "europiano" hervorgetreten und wurde vom
Deutschen Tonkünstlerverband als Dozent für ein Cembalostimmseminar
verpflichtet.
VOLKER PLATTE, geboren 1961 in Remscheid, lernte
zunächst in der Kunstschreinerei Schnepper in Wipperfürth. 1978 begann er seine
Ausbildung zum Cembalobauer bei der Firma Sassmann in Hückeswagen. Er wurde
1982 Bundessieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend mit
seinem Gesellenstück und legte 1987 die Meisterprüfung ab. Seit 1989 ist
er selbständiger Cembalobaumeister, zunächst in Halver-Schwenke, seit 1994 in
Remscheid-Lennep.
LUTZ WERUM, Jahrgang 1963, arbeitet seit 10
Jahren in der eigenen Werkstatt mit Meistertitel, zunächst in Hückeswagen,
kurzzeitig in Lennep und seit 2000 in idyllisch gelegenem ländlichen Anwesen am
Rande von Radevormwald. 1984 kam er zum Lehrbeginn von Lüneburg in das
Bergische Land und fühlt sich der Region weiter verbunden. Bereits in der Zeit
seiner Betriebsangehörigkeit bei Fa. Sassmann war er verantwortlich für
Organisation, Ausführung und Ausbildung im Bereich Zusammenbau, Intonation und
Mechanikreparatur.
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