Abschlusskonzert 2002
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Künstler und Dozenten 2012

FRÉDÉRICK HAAS (Konzert I, Meisterkurs)   begeisterte sich bereits als Kind für das Cembalo. Er ließ sich bei mehreren Professoren ausbilden, absolvierte Solistenstudien am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam sowie am Conservatoire Royal in  Brüssel und schloss ein Studium der Musikwissenschaft an der Sorbonne ab. 
Er  studierte außerdem Orgel bei André Isoir. Mit  Neugierde besuchte er eine Bauwerkstätte für Cembali und lernte das Instrument gründlich kennen. Er beschäftigte sich mit der Stimm- und Regulierungstechnik und mit der Kunst, das Klangpotential eines Cembalos voll auszuschöpfen. Er bekam die Möglichkeit, auf einigen der schönsten historischen Instrumente zu musizieren, was sein Klangideal prägte. Frédérick Haas tritt sowohl solistisch als auch als musikalischer Leiter des Ensembles Ausonia, das er gegründet hat und wofür er vielseitige Originalprogramme konzipiert, auf. Er ist bei europaweit bedeutenden Musikfesten und –reihen zu hören. Für das Label Calliope spielte er umjubelte CDs ein: die Suiten von J. H. d' Anglebert, das Gesamtwerk für Cembalo von Rameau, die Englischen Suiten von J.S. Bach sowie 21 Sonaten von Scarlatti. 2007 erschien bei den "Editions d'Ambronay" das Gesamtwerk von J.S. Bach für Violine (Mira Glodeanu) und obligates Cembalo. 
Mit der Gesamtaufnahme der Werke von Couperin beim Alpha Label erweist sich einmal mehr als einer der großen Cembalisten unserer Zeit.


SONJA KEMNITZER
(Konzert II) hat sich durch ihr frisches, intelligentes und       vielseitiges Cembalospiel in   der jungen Szene der Alten     Musik einen Namen gemacht. Als Solistin,                        Kammermusikpartnerin und Continuospielerin ist sie sehr gefragt. Sie studierte zunächst Blockflöte und Klavier. Ihr darauf folgendes Cembalostudium absolvierte sie mit Auszeichnung. Zu ihren Professoren zählen Michael Schneider, Han Tol, Ketil Haugsand und Christoph Rousset. 1996 wurde sie als Interpretin von der Gesellschaft für Neue Musik in Frankfurt/M. ausgezeichnet. 2006 gewann sie beim internationalen Musikwettbewerb TIM in Rom den 2. Preis. Solistisch und mit ihren Ensembles konzertiert sie auf Festivals wie dem Oberstdorfer Musiksommer, Fränkischen Sommer oder den Stockstädter Musiktagen. Einladungen führten sie auf internationale Konzertpodien in Albanien, Japan, Estland und in den Libanon. Regelmäßig spielt sie in Barockorchestern wie Concerto con Anima und dem Main-Barock Orchester. Beim Internationalen Bach Wettbewerb in Leipzig und dem Telemann Wettbewerb in Magdeburg wirkt sie als Korrepetitorin. In der Spielzeit 2009 war sie Cembalistin bei der Produktion der Händel Oper Semele am Aalto-Theater in Essen unter der musikalischen Leitung von Jos van Veldhoven. Seit 2006 ist Sonja Kemnitzer Lehrbeauftragte an der Musikhochschule in Detmold.

 

 

CLAUDIA KEMMERER (Konzert III) studierte Musikerziehung und Sologesang an der Musikhochschule Würzburg und an der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater; Aufbaustudium bei Yaron Windmüller, weitere Studien bei Brigitta Seidler-Winkler, zahlreiche Meisterkurse (Barbara Schlick, Maria Christina Kiehr, Kurt Widmer u. a.), Barockgestik (Sharon Weller). Sie arbeitet vorwiegend in den Bereichen Alte und Neue Musik (Musik im 21. Jahrhundert, Festival des Saarländischen Rundfunks), sang im Solistenensemble des Stuttgarter Kammerchores und war einige Jahre Mitglied im Chor des Saarländischen Staatstheaters. Als Mitglied des Barockensembles pazzaCaglia realisierte sie mehrere (teilweise sparten- und epochenüberschreitende) Musiktheaterproduktionen.

 

MECHTHILD BLAUMER (Konzert III) wurde in München geboren und studierte Violine in Wien bei Günter Pichler und Gerhard Schulz vom Alban Berg Quartett. Mit Meisterkursen in historischer Aufführungspraxis und Barockvioline rundete sie ihre Studien ab. 1996 gründete sie das Via Nova Consort, das sie seitdem leitet. Sie ist Dozentin für historische Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik Saar sowie Vorstandsmitglied der Akademie für Alte Musik im Saarland. Rege Konzerttätigkeit, u. a.: Balthasar-Neumann-Ensemble (Thomas Hengelbrock), Concerto Köln, Le Concert Lorrain, Hassler Consort, Symphonieorchester des Saarländischen Rundfunks, Münchner Kammerorchester, Bremer Kammerphilharmonie, Oper Frankfurt (Barockopernproduktionen).

 

ELISABETH WOLL (Konzert III) studierte Violoncello und Musikerziehung in Saarbrücken und Detmold.  Parallel dazu beschäftigte sie sich mit Alter Musik – mit der Viola da gamba und dem Barockcello.  Sie ist seit 1985 Cellistin im RSO Saarbrücken – spätere Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Neben der Orchestertätigkeit widmet sie sich der Kammermusik in verschiedenen Ensembles, sowohl auf dem modernen Cello wie auch auf dem Barockcello und der Gambe (u. a. mit dem aus dem Saarländischen Gambenconsort hervorgegangenen Ensemble Les Violes, Leitung Uwe Oltmanns). Sie wirkte bei zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen mit.

LUTZ GILMANN (Konzert III) studierte zunächst Klavier bei Bernd Glemser sowie Schulmusik und Germanistik in Saarbrücken und später Cembalo bei Gerald Hambitzer. Neben einer regen Konzerttätigkeit, auch als Ensembleleiter und Begleiter, 
gastiert er regelmäßig an Theater und Rundfunk. 
Seit 1999 ist er Dozent für Cembalo/historische Tasteninstrumente, Generalbass und Korrepetition an der Hochschule für Musik Saar. Dort leitete er u. a. 2008 Händels Serse sowie Guerrieri et Amorosi (Madrigale und Kantaten um KRIEGer und VerLIEBtE von Monteverdi, Carissimi u. a.) und 2009 The Triumph of Humour – Le Triomphe de l’HumourDunkel wird Licht (Passions- und Oster-Zyklus mit Alter und Neuer Musik) das variabel besetzte Ensemble la rosa dei venti.(Barockfest mit Originalchoreographien auf Musik von Purcell, Lully, Marais u. a.). 2010 gründete er anlässlich von Dunkel wird Licht (Passions- und Oster-Zyklus mit Alter und Neuer Musik) 

 

MARTA DOTKUS (Konzert IV), geboren in Wroclaw/Polen, studierte in Warschau und an der Musikhochschule Köln in der Klasse von Prof. Ketil Haugsand. Ihr Diplom erhielt sie mit Auszeichnung, das Studium beendete sie 2006 mit dem Konzertexamen. Es folgte ein Kammermusikstudium bei Christian Rieger an der Folkwang Hochschule in Essen. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse, die von renommierten  Künstlern wie Pierre Hantai, Guido Morini, Nicholas Parle und Marieke Spaans geleitet wurden. Marta Dotkus ist Finalistin des Paola Bernardi Wettbewerbes in  Bologna 2007. Sie hat mit verschiedenen Ensembles wie L’arte del mondo, Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein, Duisburger Philharmoniker, Folkwang Kammerorchester und Capella Augustina zusammengearbeitet, mit Dirigenten wie Andreas Spering, Werner Ehrhardt und Reinhard Goebel. Marta Dotkus gründete in 2008 das Ensemble FrameOut, mit dem Ziel sich von inzwischen eingefahrenen Konventionen zu befreien und einen persönlicheren Zugang zu der Musik der Barockzeit mit ihren so verschiedenen Facetten zu finden. Seit 2009 ist sie Lehrbeauftragte an der Folkwang Universität der Künste.

 

KAROLA PASQUAY (Konzert IV) ist als Solistin im Bereich der Alten und Neuen Musik, sowie der Improvisation tätig. Sie ist  Gast auf internationalen Festivals und reiste mit ihrem Ensemble für Neue und improvisierte Musik, Partita Radicale, zu Konzerten nach Frankreich, Spanien, Rumänien, Norwegen und bis nach China. Sie studierte an der Musikhochschule Köln Querflöte und Allgemeine Musikerziehung (bei Prof. Zarius). 
Es folgte ein privates Studium der Barocktraverse bei Manfredo Zimmermann. Sie besuchte Meisterkurse u.a. bei Barthold Keujken und Nancy Hadden.

 

LENNEPER KAMMERORCHESTER (Konzert IV) Im Lenneper Kammerorchester musizieren ambitionierte Laien-Musiker. Das 1971 gegründete Streicherensemble ist bei der 
Ev. Kirchengemeinde Lennep beheimatet. Es widmet sich vornehmlich der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. 
Seit 2001 wird es von den Kirchenmusikern Heidemarie und Markus Fritz geleitet.

 

Markus FritzMARKUS FRITZ (Konzert IV), geboren 1969 bei Dresden, studierte an der Ev. Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale und legte dort das kirchenmusikalische A-Examen ab. 
Seit 2001 ist er als Kirchenmusiker in der Ev. Kirchengemeinde Lennep tätig. Dort ist er hauptsächlich als  Organist und Orchesterleiter tätig. Er besuchte Meisterkurse bei Ton Koopmann, 
Prof. Torsten Laux und Ewald Kooimann und konzertiert im In- und Ausland.

 

 

“IL GIARDINETTO DEL PARADISO” (Nachklang-Konzert I) wurde 2001 gegründet und spielt in der ständigen Besetzung Blockflöte, Laute, Viola da gamba und Cembalo/Orgel. Das Repertoire des Ensembles reicht von der polyphonen Musik der Renaissance bis zur virtuosen Musik des Hochbarock. Klare Präzision, virtuose Glanzleistungen und lebendige Darstellung verschiedener Emotionen lassen die Musik vergangener Jahrhunderte wieder lebendig werden. Das Ensemble kann auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit versierten Gastsolisten zurückblicken. “Il giardinetto del Paradiso” hat einen festen Platz in beliebten Konzertreihen im In- und Ausland und arbeitet mit Labels in Deutschland und Süd-Korea an CD-Produktionen.
Der Name „Il giardinetto del Paradiso“ bedeutet „Paradiesgärtchen“ und ist von den beiden Bildern „Maria im Paradiesgarten“ und „Die Muttergottes in der Rosenlaube“ Stephan Lochners (ca. 1400-1451) inspiriert. Darauf sind Engel mit verschiedenen Instrumenten, unter anderem mit einer Laute, dargestellt.

 

KAUNG-AE LEE (Nachklang-Konzert I) wurde in Süd-Korea geboren. Sie studierte Cembalo bei Prof. Ketil Haugsand an der Hochschule für Musik Köln. Ihr Diplom legte sie mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Es folgte ein Kammermusikstudium für Alte Musik bei Prof. Konrad Junghänel, das sie mit dem Konzertexamen abschloss. Ihr solistisches Konzertexamen legte sie an der Folkwang Hochschule Essen bei Prof. Christian Rieger ab. Kaung-Ae Lee spielte CD-Aufnahmen ein und gewann einige Wettbewerbe,  zuletzt den „Kulturpreise der Stadt Heiligenhaus für Musikvermittlung“. Sie hat bei verschiedenen Barockfestivals mitgewirkt und konzertiert als Solistin und Continuospielerin im In- und Ausland. Seit 2007 ist sie Dozentin an der Folkwang Hochschule Essen.

 

GUDRUN FUß (Nachklang-Konzert I) ist mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbes Jugend Musiziert. Sie studierte Viola da gamba bei Prof. Heiner Spicker und am Koninklijk Conservatorium Brussel bei Prof. Wieland Kuijken. Das Studium schloss sie mit dem Konzertdiplom "Meester in Muziek" ab. Sie nahm an zahlreichen internationalen Meisterkursen teil. Als Mitglied verschiedener Kammermusikensembles konzertiert sie im In- und Ausland. Seit 1998 ist sie Dozentin für Viola da gamba an der Hochschule für Musik Köln, Standort Wuppertal.

 

ZORRO ZIN (Nachklang-Konzert I) wurde in Süd-Korea geboren. Er studierte Laute bei Yasunori Imamura an der Musikhochschule Frankfurt am Main und bei Stephan Rath an der Folkwang Hochschule Essen. Sein Kammermusikstudium für Alte Musik bei Prof. Konrad Junghänel an der Hochschule für Musik Köln schloss er mit dem Konzertexamen ab. Zorro Zin wirkte bei zahlreichen Opernproduktionen mit und konzertiert als Solist und Continuospieler im In- und Ausland.

 

LÉON BERBEN (Nachklang-Konzert II) darf am Cembalo und an der Orgel als Meister seines Fachs gelten. Darüber hinaus weisen ihn umfassende Kenntnisse in Musikgeschichte und historischer Aufführungspraxis als einen der führenden Köpfe der jüngeren Generation der »Alten Musik«-Szene aus. Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und 1770, wobei sein Hauptinteresse der deutschen Musik, den Virginalisten und Jan Pieterszoon Sweelinck gilt. Ferner schrieb er als Co-Autor für die Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Intensives Quellenstudium und stete Forschungsarbeit verleihen der Interpretationskunst von Léon Berben einen besonderen Rang. Seine Solo-CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali wurden von der Fachpresse hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem »Diapason d’Or«, dem »Choc« von Le Monde de la Musique und dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik.
Léon Berben wurde 1970 in Heerlen (Niederlande) geboren und lebt in Köln. Er studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag bei Rienk Jiskoot, Gustav Leonhardt, Ton Koopman und Tini Mathot, und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Seit 2000 war Léon Berben als Cembalist bei Musica Antiqua Köln (Reinhard Goebel) tätig. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs für Deutsche Grammophon/Archiv Produktion ein. Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006 verfolgt er eine ausgedehnte Solo-Karriere, die ihn auf renommierte internationale Festivals führte. Er unterrichtet Historische Aufführungspraxis an der Musikhochschule in Rostock.

 

ULRICH VAN AAKEN (Workshop I und II) Jahrgang 1951, begann nach Abschluss des Schulmusikstudiums eine Lehre im Klavier- und Cembalobau bei der Fa. Piano Funk in Mönchengladbach. In den darauffolgenden "Wanderjahren" vertiefte er seine Kenntnisse durch die Arbeit in verschiedenen Klavierbaufirmen in Nord- und Westdeutschland. Nach seiner Tätigkeit als Techniker und Konzertstimmer bei Steinway & Sons in Berlin wechselte er zur Ausbildung von blinden Klavierstimmern in das Berufsförderungswerk Veitshöchheim bei Würzburg, wo er heute als Fachlehrer tätig ist. Daneben betreut er historische Tasteninstrumente der Musikhochschule Würzburg, die Instrumente der bekannten Musikfestivals "Kissinger Sommer" und "Würzburger Mozartfest" sowie zahlreicher Musikinstitutionen und ist im unterfränkischen Raum bei Privatkunden ein gefragter Klavierfachmann. Er ist durch zahlreiche Beiträge in der europäischen Klavierbaufachzeitschrift "europiano" hervorgetreten und wurde vom Deutschen Tonkünstlerverband als Dozent für ein Cembalostimmseminar verpflichtet.

 

VOLKER PLATTE, geboren 1961 in Remscheid, lernte zunächst in der Kunstschreinerei Schnepper in Wipperfürth. 1978 begann er seine Ausbildung zum Cembalobauer bei der Firma Sassmann in Hückeswagen. Er wurde 1982 Bundessieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend mit seinem Gesellenstück und legte 1987 die Meisterprüfung ab. Seit 1989 ist er selbständiger Cembalobaumeister, zunächst in Halver-Schwenke, seit 1994 in Remscheid-Lennep.

 

LUTZ WERUM, Jahrgang 1963, arbeitet seit 10 Jahren in der eigenen Werkstatt mit Meistertitel, zunächst in Hückeswagen, kurzzeitig in Lennep und seit 2000 in idyllisch gelegenem ländlichen Anwesen am Rande von Radevormwald. 1984 kam er zum Lehrbeginn von Lüneburg in das Bergische Land und fühlt sich der Region weiter verbunden. Bereits in der Zeit seiner Betriebsangehörigkeit bei Fa. Sassmann war er verantwortlich für Organisation, Ausführung und Ausbildung im Bereich Zusammenbau, Intonation und Mechanikreparatur.